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AfD-Fraktion fordert Rücknahme des „Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetzes“

Die finanzielle Lage vieler Kommunen im Märkischen Kreis ist angespannt. Steigende Sozialausgaben, hohe Energiepreise und wachsende Investitionskosten setzen Städte und Gemeinden zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund hat die AfD-Kreistagsfraktion eine Resolution eingebracht, mit der die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag zur Rücknahme beziehungsweise grundlegenden Überarbeitung des sogenannten „Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetzes“ aufgefordert werden.

Das Gesetz verpflichtet Kommunen und Verkehrsunternehmen dazu, feste Quoten für sogenannte emissionsarme oder emissionsfreie Fahrzeuge – insbesondere Elektrobusse – einzuhalten. Aus Sicht der AfD-Fraktion führt diese Vorgabe gerade in ländlich geprägten Regionen wie dem Märkischen Kreis zu erheblichen Problemen.

Der Märkische Kreis verfügt über lange Linienwege, anspruchsvolle Topographie und hohe Anforderungen an Reichweite und Zuverlässigkeit im Busverkehr. Gleichzeitig verursachen batterieelektrische Busse deutlich höhere Anschaffungs- und Betriebskosten. Hinzu kommen teure Investitionen in Ladeinfrastruktur, Werkstattumbauten, Netzanschlüsse sowie Unsicherheiten bei Batterielebensdauer und Ersatzbeschaffungen.

Die AfD-Fraktion kritisiert insbesondere den Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung. Städte und Kreise müssten weiterhin eigenständig entscheiden können, welche Technologien unter wirtschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten sinnvoll sind. Starre gesetzliche Quoten schränkten diese Entscheidungsfreiheit massiv ein.

Darüber hinaus fordert die Fraktion mehr Technologieoffenheit im öffentlichen Nahverkehr. Moderne Dieselbusse der EURO-VI-Norm seien in vielen Regionen weiterhin die wirtschaftlichste und betrieblich zuverlässigste Lösung. Eine einseitige politische Festlegung auf bestimmte Antriebstechnologien berge dagegen erhebliche finanzielle Risiken für die kommunalen Haushalte.

Aus Sicht der AfD-Fraktion muss Kommunalpolitik sich am Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit orientieren – nicht an ideologisch motivierten Vorgaben des Bundes. Ziel der Resolution ist deshalb die Wiederherstellung kommunaler Entscheidungsfreiheit bei der Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs.

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